Ratgeber für Betroffene und Angehörige

AHB (Anschlussheilbehandlung)

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Anschlussheilbehandlung AHB
Was ist eine AHB?

Unter AHB versteht man eine sogenannte Anschlussheilbehandlung oder auch Rehabilitationsmaßnahme nach einer schweren Erkrankung. Ziel der AHB ist es, den Patienten nach einem längeren Krankenhausaufenthalt wieder an das tägliche Leben und den Berufsalltag zu gewöhnen und physisch sowie psychisch aufzubauen. Die AHB soll bestenfalls unmittelbar nach der Akutphase der behandelten Erkrankung erfolgen, jedoch spätestens nach 14 Tagen. Je nach Schwere und Dauer der Krankheit wird eine AHB stationär, teilstationär oder ambulant durchgeführt. Im Regelfall dauert eine Anschlussheilbehandlung drei Wochen, kann ggf. nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten auch verlängert werden. Die Kosten für eine AHB werden vom zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen.

AHB Wunsch- und Wahlrecht

Um den Patienten die best- und schnellstmögliche Genesung zu ermöglichen, ist im Sozialgesetzbuch IX, § 9 das sogenannte Wunsch- und Wahlrecht geregelt. Dort hat der Gesetzgeber festgelegt, dass der jeweilige Versicherungs- und somit Kostenträger die Wünsche des Betroffenen in Bezug auf die Anschlussheilbehandlung zu berücksichtigen hat. Das Wunsch- und Wahlrecht über die AHB beinhaltet dabei die Wahl der passenden Rehaklinik ebenso wie die Möglichkeit zur Bestimmung der Art der AHB.

Grundsätzlich soll die Entscheidung über den Ort sowie die Art und der Weise der AHB, ob ambulant, teil- oder vollstationär durchgeführt, demnach beim Patienten liegen. Damit soll gewährleistet werden, dass sich der Rehabilitand während der AHB wohlfühlt und das Rehabilitationsziel erreicht wird.

Sind die sozialme- dizinischen Voraussetzungen für eine Anschlussheil- behandlung (AHB) erfüllt, der Antrag genehmigt und die Kostenübernahme geklärt, steht dem Antritt der AHB nichts mehr im Wege.

Die medizinischen Voraussetzungen für eine Anschlussheil- behandlung (AHB) sind in Deutschland in einer Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses definiert.

Was ist eine AHB (Anschlussheilbehandlung)?

Hat ein Patient eine schwere Krankheit, wie zum Beispiel eine Krebserkrankung, einen Schlaganfall, eine Operation am Herzen oder einen Unfall mit längerem Krankenhausaufenthalt hinter sich, ist es häufig nicht so einfach, wieder in den normalen Alltag zurückzufinden. Um den Patienten auch nach der Therapie im Krankenhaus bei der Rehabilitation zu unterstützen, verschreiben die behandelnden Ärzte in der Regel sogenannte AHB. AHB ist die Kurzform für eine Anschlussheilbehandlung, die je nach Ausmaß und Dauer der Erkrankung ambulant, stationär oder teilstationär durchgeführt wird.

Die ambulante AHB (Anschlussheilbehandlung)

Je nach Schwere der vorhergegangenen Erkrankung haben Patienten inzwischen die Möglichkeit einer ambulanten AHB. Der Vorteil dieser AHB besteht vor allem darin, dass der Patient nach einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus wieder nach Hause in sein gewohntes Umfeld zurückkehren kann. Abläufe des täglichen Lebens werden so schneller wieder zur Gewohnheit und viele Patienten fühlen sich in ihrem sozialen Umfeld wohler als in einer weit entfernten Rehaklinik.

Bei der ambulanten AHB wird die intensive Nachbehandlung der Erkrankung in den Tagesablauf integriert. Der Betroffene kann die notwendige Therapie, wie zum Beispiel Krankengymnastik, medizinisches Belastungstraining oder aufbauende Massagen, nahe seines heimischen Umfelds in Anspruch nehmen, weshalb bei dieser Form auch eine berufsbegleitende AHB umgesetzt werden kann. Für ältere Menschen kann eine hausambulante AHB angeboten werden, bei der ein Pflegedienst direkt zu den Patienten nach Hause kommt und die Behandlungsmaßnahmen vor Ort durchführt.

Die teilstationäre AHB (Anschlussheilbehandlung)

Bei der teilstationären AHB handelt es sich, ähnlich wie bei der ambulanten AHB, um eine intensive Nachbehandlung unmittelbar am Wohnort des Patienten. Der Unterschied besteht in der täglichen Dauer und Intensität der Rehabilitation. Teilstationär bedeutet in den meisten Fällen, dass der Patient sich tagsüber im Krankenhaus oder einer Rehaklinik am eigenen Wohnort befindet und dort nachhaltig betreut wird. Zum Abend kann er in sein gewohntes Umfeld heimkehren. Anders als bei der ambulanten AHB ist so gerade nach schweren Erkrankungen tagsüber eine Rundumbetreuung gewährleistet und die Mobilität des Patienten wird unter medizinischer Obhut sukzessiv aufgebaut.

Die stationäre AHB (Anschlussheilbehandlung)

Eine umfassende physische sowie seelische Betreuung eines Patienten bietet die stationäre AHB, die in einer Rehaklinik durchgeführt wird. Dabei wird der Patient rund um die Uhr behandelt und ist unter fachärztlicher Aufsicht, was gerade nach einem Schlaganfall oder einem Infarkt empfehlenswert ist. Die intensive stationäre AHB ist meist auf eine Behandlungsdauer von drei Wochen ausgelegt, kann in speziellen Fällen nach Rücksprache mit dem zuständigen Arzt verlängert werden.

Weitere Informationen zur AHB finden Sie hier.

Sabrina Mandel

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